Präventionsfrühstück

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Das Präventionsfrühstück fand 6 mal zwischen 2011 und 2013 statt.

Präventionsfrühstück

Das Aufwachsen Jugendlicher ist von Offenheit, Wandel und Ungewissheit geprägt. Experimente, Selbsterprobungen und Grenzerfahrungen sind daher Bestandteil jugendlicher Entwicklung.

Der Spielraum für diese jugendlichen Verhaltensweisen wird jedoch immer enger. Jugendverhalten wird zusehends pathologisiert, Jugendliche werden als gewaltbereite suchtgefährdete Gruppe dargestellt. Parallel dazu wird versucht, diesen „Gefährdungen“ mit kurzfristigen Maßnahmen zu begegnen. Um Jugendlichen positive Entwicklungsmöglichkeiten bieten zu können, braucht es einen Wandel der Perspektiven:


  • Jugendliche sind per se keine Problemgruppe.
  • Jugendliche haben vielfältige Ressourcen, die es zu fördern gilt.

Gemeinsam mit der Landesstelle für Suchtprävention (Dr.in Barbara Drobesch-Binter) und der Universität Klagenfurt, Institut für Erziehungswissenschaften (Univ-Prof Dr. Stephan Sting) wollten wir einen Diskussionsprozess in Gang setzen, der auf die genannte Problematik eingehen sollte und das Ziel hatte, Bewusstsein für eine positive Jugendentwicklung zu schaffen und zu definieren, was Jugendliche wirklich brauchen. Der Diskussionsprozess sollte auf fachlicher Ebene mit überschaubarer Teilnehmerzahl starten.


Das Ziel des Präventionsfrühstücks mit jeweils abgeschlossenen Themen war eine Diskussionsplattform mit dem Focus auf die psychosoziale Gesundheit und die Entwicklungschancen der Kärntner Jugendlichen, auf deren Bedürfnisse und Bedarf nach entsprechenden Angeboten.


Wichtig war uns jeweils, auch Jugendliche zu Wort kommen zu lassen, weil wir als Experten nicht nur ÜBER sie sondern vor allem MIT IHNEN sprechen und von ihnen lernen wollten. Auf diese Weise entstanden äußerst spannende Diskussionen, die den Fachleuten eindrucksvoll die Meinung und Sicht der jungen Menschen näherbrachten.

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Diese Plattform traf sich insgesamt 6 mal zu folgenden Themen:


  • Jung sein in Kärnten
  • Arbeit und Ausbildung als Basis für die gesunde Entwicklung Jugendlicher
  • Jugendliche MigrantInnen in Kärnten – Integration als Basis für deren gesunde Entwicklung
  • Was man nicht im Hirn hat, hat man in der Hand. Wie informieren sich Jugendliche heute?
  • Das neue Kärntner Jugendschutzgesetz – heiß diskutiert – wir diskutieren weiter!
  • Zu viel Gesundheit ist auch nicht gesund, weil da geht mir etwas ab!
Obwohl wir mit dieser Plattform einen großen Teil der Kooperationsparter erreichten und jeweils äußerst positive Rückmeldungen bekamen, konnten wir sie aufgrund der personellen Situation in der KiJA nicht weiterführen. Eine Wiederaufnahme dieser Gesprächsforen wäre wünschenswert.
Bildergalerie: Impressionen der Veranstaltungen